Generationenwechsel

Generationennachfolge
Generationennachfolge

Bäckermeister Knitzel möchte seinem Sohn Tim sein Unternehmen übergeben. Tim machte eine Lehre bei einem Innungskollegen und kennt das Handwerk von der Pike auf. Er studierte Betriebswirtschaft und hat konkrete Vorstellungen von der Zukunft "seines" Betriebes.

 

Sein Ziel ist eine kleine aber feine Filialkette aufzubauen, in der gluten- und laktosefreie Waren den Schwerpunkt bilden.

 

Der Vater hat mit den Expansionsgedanken seines Sohnes ein Problem. Er sieht darin einen Verlust der Kontrolle, erstmalige Verschuldung in seiner Familie, ein Verrat an der guten alten Backkunst durch neumodische Trends.

 

Er droht mit Enterbung - der Sohn mit einem dauerhaften Wegzug in die Schweiz. Die Familie scheint zu zerbrechen.

 

In der Mediation wurden alle Parteien des "Systems Knitzel", auch die Mutter und die Schwester, die 400 km enfernt als Fachärztin lebt, hinzugezogen. In einem Prozess von viermal zwei Stunden, wurden die Interessen, Bedürfnisse und Optionen der einzlnen herausgearbeitet. Mutter und Schwester brachten eigene Sichtweisen zusätzlich ein.

 

Am Ende stand ein Ergebnis, mit dem alle höchst zufrieden sind:

  • Die gluten- und laktosefreien Produkte werden zunächst in einem aufgewerteten Bereich des Ladens angeboten und die Nachfrage getestet
  • Es wird eine Filiale in einem anderen Stadtteil aus eigenen Investivmitteln eröffnet. Diese zu führen wird als mustergültiger Ablaufprozess aufgebaut, erprobt, kontrolliert, verfeinert.
  • Der "Alte" bleibt für die kommenden Jahre Chef des "Alten". Tim baut die neue Strecke auf.
  • Tim verspricht, seine weiteren Expansionsgedanken nur dann zu realisieren, wenn die Erfolge der Testphase messbar sind und eine Verschuldung von maximal 50 % der Neuinvestitionen zuzulassen 

 

Mediationmodell

U-Modell nach Dr. Thomas Henschel
U-Modell nach Dr. Thomas Henschel