Mobbingverdacht

Mobbingverdacht
Mobbingverdacht

Ein Dipl.Chemiker fand in einem Pharmaunternehmen als Abteilungsleiter eine neue Anstellung. In seinem Team, bestehend aus 6 weiblichen und 3 männlichen Mitarbeitern, brach offen Widerstand aus, als bekannt wurde, dass die Stelle durch eine Führungskraft von außen besetzt wird. Tanja S., eine exzellente Fachkraft, hatte sich selbst Hoffnungen gemacht und es wird vermutet, dass Sie den Aufstand geprobt hatte.

 

Sieben Monate später beschwert sie sich bei der Personalchefin, dass sie sich vom neuen Abteilungsleiter gemobbt fühle. Die Vorwürfe werden konkretisiert und der "Neue" damit konfrontiert. Es kommt zu keinen vernünftigen Gesprächen, die den Konflikt deeskalieren. Im Gegenteil, die Fronten und gegenseitigen Vorwürfe verhärten nun noch mehr. Nachdem alle Möglichkeiten durchdacht waren, angefangen von psychologischer Begleitung von Tanja bis hin zu ihrer Kündigung, kam der Gedanke einer Mediation ins Spiel. 

 

In drei Sitzungen von jeweils eineinhalb Stunden konnte folgendes Ergebnis erzielt werden, das dann in einer weiteren Sitzung mit dem Personalleiter, teils vertragsrelevant, bestätigt wurde:

  • Tanja S. wird stellvertretende Abteilungsleiterin
  • Sie bekommt einen eigenen Veranwortungsbereich
  • Beide, Abteilungsleiter und Tanja S., vereinbaren, sich zunächst jede Woche über die aktuellen Themen und ihre Beziehungsqualität auszutauschen.
  • Sie erhält eine Führungskräfte-Nachwuchsschulung von insgesamt acht Tagen über zwei Jahre hinweg
  • Sollte nach dem Schulungsprogramm eine Führungsrolle im Produktionsbereich frei werden, so hat Tanja S. jetzt die Möglichkeit, sich darauf zu bewerben

 

 

 

 

 

Mediationmodell

U-Modell nach Dr. Thomas Henschel
U-Modell nach Dr. Thomas Henschel